Mein Weg (zurück) zur Kreativität: Wie Kunst und Achtsamkeit mein Leben verändert haben


Dies ist der erste Blogbeitrag auf meiner neu ausgerichteten Website, inklusive frischem Design, natürlich made by yours truly. Im Prinzip richte ich mich ab Januar 2025 nicht neu aus – vielmehr ist es für mich ein Zurück zur Essenz. Ein Erinnern und Besinnen auf das, was lange still in mir schlummerte: der große Wunsch nach künstlerischem Ausdruck.

Dem habe ich zwar im Laufe meiner Karriere immer wieder Raum gegeben - etwa durch das Schreiben von Texten, das Entwerfen von Grafiken oder das Gestalten von Webseiten. Aber was ich wirklich meine, ist das Malen: mit meinen eigenen Händen ein physisches Werk zu schaffen. Natürlich sind auch meine Bücher Ausdruck dieser Kreativität - aber die Malerei, die mich schon als Kind fasziniert hat, lag jahrzehntelang brach.

Doch 2023 gab ich meinem inneren Drang nach, besorgte mir wieder die ersten Malutensilien und machte bei einen Online-Aquarellkurs von Laura Horn mit. Die Ausgaben dafür habe ich eben als solche verbucht, die ein neues Hobby mit sich bringt, wenn man es ernst meint. So wie beim Laufen und anderen Sportarten, die ich seit Jahrzehnten betreibe.

Das vermeintlich neue-alte Hobby sollte aber nur der Startschuss für das sein, was sich so langsam anbahnte: Eine tiefgreifende Veränderung in mir und meiner beruflichen Ausrichtung als Selbstständige. Dass ich parallel dazu voll in den Wechseljahren steckte, tat sein Übriges.

Wenn ich also heute auf mein Leben zurückblicke, sehe ich eine lange Spur der Wandlung. Keine radikale Kehrtwende, sondern eine Reihe von feinen, manchmal kaum sichtbaren Bewegungen, die mich seit dem Abschluss meines Biologiestudiums immer näher an das gebracht haben, was ich immer schon war und heute öffentlich sagen kann, dass ich bin: Künstlerin, Autorin, achtsame Begleiterin. Und vor allem: eine Frau, die zu dem zurückgefunden hat, was ihr ganz natürlich war - zu ihrer eigenen Kreativität.

 

Zwischen Wissenschaft und Sinnsuche

Wie gesagt: Ich bin studierte Biologin. Lange Zeit dachte ich, das wäre meine Welt: Zahlen, Fakten, mit Logik die Natur und ihre Prozesse verstehen. Doch je mehr ich mich in den beruflichen Strukturen bewegte, desto mehr spürte ich, dass mir etwas fehlte. Nicht das Wissen, sondern das Fühlen. Nicht das Analysieren, sondern das Gestalten.

Schon mein erster Job führte mich ins Marketing - klassisch, dann digital, schließlich Social Media. Ich war erfolgreich, ja - aber oft erschöpft. Die digitale Welt ist schnell, laut und fordernd. Ich funktionierte, aber ich fühlte mich nicht mehr lebendig. Meine Kreativität war da, irgendwo, aber sie hatte keinen wirklichen Raum. Und ich hatte nicht gelernt, auf sie zu hören.

Der analytisch denkende Teil meines Gehirns - gut trainiert durch mein Biologiestudium - erkannte schnell, dass der erste Schlüssel nicht im Tun, sondern im Sein liegt. Und mit Achtsamkeit konnte ich mich aus dem Social-Media-Hamsterrad befreien.

Ich begann zu meditieren, innezuhalten - in einem Alltag, der sonst vor allem aus Reaktionsketten bestand. Ich lernte, wieder bewusst mit mir in Beziehung zu treten.

Daraus entstand mein Herzensthema: „Digitale Achtsamkeit“. Ich hielt Vorträge darüber, wurde interviewt, schrieb ein Buch, das vielen Selbstständigen half, inmitten des digitalen Overloads wieder Ruhe und Klarheit zu finden.

Meine eigene intensive Achtsamkeitspraxis begann also vor etwa 8 Jahren. Sie war leise, aber kraftvoll. Und sie weckte etwas in mir, das ich lange verdrängt hatte: den Wunsch, wieder mit meinen Händen zu arbeiten. Zu schreiben, zu malen, etwas zu schaffen, das nicht „nützlich“ sein muss - sondern einfach wahr.


Die Rückkehr zur Kunst

Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem ich wieder einen Pinsel in der Hand hielt. Es war nichts Spektakuläres. Es war eher ein Flüstern. Etwas in mir sagte: „Das fühlt sich gut an“.

Was folgte, war keine unmittelbare Befreiung, sondern eine langsame Wiedererinnerung. Ich malte, ohne Anspruch, ohne Ziel. Und irgendwann merkte ich, wie die Farben Dinge ausdrückten, für die ich keine Worte hatte.

Mit der Zeit hatte ich das Gefühl, mein ganzes Leben lang nichts anderes getan zu haben als zu malen. Es war ein seltsames und zugleich wunderbares Gefühl.

Ich begann regelmäßiger zu malen, zuerst auf Papier, dann auf Leinwand.

Heute entstehen in meinem Atelier abstrakte Mixed-Media-Werke, die von Veränderung erzählen, von sich überlagernden Schichten, von Tiefe, Struktur, Bewegung und Leere.

Meine Kunst ist ein sehr intuitiver Prozess. Und sie ist zutiefst mit meiner Achtsamkeitspraxis verbunden.

 
Im Bild zu sehen ein Glas das viele Malpinsel beinhaltet
 

Was bleibt, was geht

Ich habe in den letzten Jahren eine Menge losgelassen. Ich habe mich von Social Media als zentralem Marketingkanal verabschiedet - das heißt nicht, dass ich nie wieder zurückkehren werde, sondern nur, dass es für mich in dieser Zeit das Beste war. Ich habe mich auch von beruflichen Rollen verabschiedet, die mir zwar Sicherheit gaben, aber wenig Resonanz.

Und doch bleibt vieles: meine Liebe zum Schreiben, meine Fähigkeit, Menschen mit Worten zu berühren. Mein Wissen über Sprache, über Design, über achtsames Marketing.

All das verbinde ich heute neu. Ich schreibe Bücher. Ich begleite kreative Menschen auf ihrem Weg. Ich gestalte Websites, die atmen können. Und ich male - fast jeden Tag.

Auch wenn ich mich heute mehr auf meine künstlerische Arbeit konzentriere, begleitet mich digitale Achtsamkeit weiterhin - nicht nur als Haltung, sondern auch als Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Über viele Jahre habe ich andere Selbstständige dabei begleitet, ihre eigene Balance im digitalen Raum zu finden - und tue das auch heute noch im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit Kund*innen.

Ich schreibe immer noch - nicht nur für mich, sondern auch im Auftrag. Ich lektoriere, entwickle kreative Texte, begleite Buchprojekte, verfasse Inhalte, die mit Tiefe und Klarheit wirken dürfen. Denn auch das Schreiben ist für mich ein kreativer Akt - eine Kunstform, die den Raum zwischen Gedanken und Ausdruck füllt.

Nach einer längeren, bewussten Social-Media-Pause bin ich derzeit auch offen für neue Wege der Sichtbarkeit. Nicht aus Not oder dem Drang heraus, überall präsent zu sein - sondern um meiner Kunst Raum zu geben, gesehen zu werden. Vielleicht ergeben sich wieder Berührungspunkte auf Plattformen wie Instagram - aber nur so, wie es sich stimmig anfühlt, im Einklang mit meiner Haltung zu Achtsamkeit, Präsenz und Kreativität.

Kreativität als Lebenshaltung

Kreativität ist für mich keine Freizeitbeschäftigung. Sie ist eine Lebenseinstellung, wie es für mich die Achtsamkeit ist. Und wie die Achtsamkeitspraxis verlangt auch sie nicht, dass wir perfekt sind, sondern nur, dass wir präsent sind und uns jeden Tag neu auf den Weg machen.

Wenn ich male, schreibe oder ein neues Projekt entwickle, bin ich mit Körper und Geist dabei. Es ist ein Zustand der Verbundenheit - mit mir, mit dem Moment, mit etwas Größerem.

Und das ist es, was ich weitergeben möchte: Nicht die perfekte Technik. Nicht das nächste Ziel. Sondern die Einladung, den eigenen kreativen Ausdruck zu entdecken - jenseits von Leistung und Vergleich.


Der Anfang ist immer leise

Vielleicht liest du das und denkst: „Ich möchte kreativ sein, aber ich weiß nicht wie“.

Dann möchte ich dir sagen: Der Anfang ist oft nicht laut. Er beginnt im Kleinen. In einer Notiz am Rand. In einer Farbe, die dich nicht mehr loslässt. In einem Gedanken, der sich in deinem Kopf zu einem Text spinnt oder zu einem Gedicht wird.

Du musst nicht alles gleichzeitig wissen. Du musst nur bereit sein, auf deine Sehnsucht zu hören. Der Rest kommt mit der Zeit. Und digitale Pausen helfen dabei!


Mein Winterprojekt: „110 Days Of Winter“

Gerade ist mein Winterprojekt zu Ende gegangen: 110 Tage lang habe ich den Winter künstlerisch begleitet - mit Poesie, Reflexion und abstrakter Kunst.

Die Werke werden im Mai zum ersten Mal auf der ARTMUC in München zu sehen sein.

Das Projekt selbst bleibt ein kleines Geheimnis - vielleicht wird ein Buch daraus. Aber ganz sicher war es ein Raum, in dem ich mir selbst noch näher gekommen bin.

 

Kunst und Achtsamkeit haben mein Leben verändert. Nicht, weil sie mich zu einem „neuen“ Menschen gemacht haben. Sondern weil sie mich sanft zu mir selbst zurückgeführt haben.

Wenn du möchtest, begleite ich dich auf deinem eigenen Weg - durch meine Texte, meine Kunst, meine Newsletter oder meine Angebote.

Vielleicht findest du dort etwas, das auch in dir schon lange leise flüstert: „Du darfst sein, was du schon immer warst“.

Aikaterini Pegka

🧬 Biologist
🧘🏻‍♀️ Breath Coach & Meditation teacher
✨ Happy & mindful in a digital cosmos
🙏🏻 Holistic coaching for a healthy mind, body & business

https://www.rinipegka.com/
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Was ist abstrakte Kunst ? (Und warum sie mehr ist als zufällige Farbkleckse)

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